Impressionen “Hit the Beat” in Bild & Ton 30. und 31. August

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Ein Fest der Begegnung – Hit The Beat zu Gast an unserer Schule

„Unity through cultural diversity – Einheit durch kulturelle Vielfalt“: Das Motto von Hit The Beat hätte kaum besser umgesetzt werden können. Anlässlich der Waldorf 100 Feierlichkeiten kamen 28 Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule Windhoek unter der Leitung von Hit The Beat an unsere Schule und bescherten uns ein Fest der Begegnung voller Musik, Rhythmus und Lebensfreude. Eine gute Woche lang waren die namibischen Jugendlichen und deren Begleiter bei uns zu Gast, untergebracht bei Familien unserer Schule. Zwei Jahre lang war das Konzert, das sich letztendlich in eine vierwöchige Waldorf 100 Tournee des namibischen Chors auswuchs, von Eltern und Mitarbeiterinnen unserer Schule geplant worden. Auch wenn das Interesse sich im Vorfeld in Grenzen hielt und es nur wenige Anmeldungen für die geplanten Hit The Beat Workshops gab, sprang der Funke beim Begrüßungskonzert vor der Schulgemeinschaft über. Das Interesse war auf einmal so groß, dass nicht nur die Workshops sich mit spontan Entschlossenen füllten, sondern sowohl der Mittel- als auch der Oberstufenchor einen so großen Teilnehmerzufluss bekam, dass die gemeinsamen Proben für das Abendkonzert regelrecht zu einer logistischen Herausforderung wurden.

„Es war soooo schön, mein Herz hat gebebt!“

Alle Beteiligten bekamen schließlich die Gelegenheit, das mit den namibischen Gästen Erarbeitete am Freitag in das große Hit the Beat-Abendkonzert mit einfließen zu lassen. Bei Chorproben und Workshops – Trommeln, Tanz, Spoken Word und Beat Box – fand eine Begegnung statt, die alle kulturellen Grenzen spielend überwinden konnte. „Singen macht, wie nichts anderes, die direkte Verständigung der Herzen über alle kulturellen Grenzen hinweg möglich.“, zitiert Hit The Beat Yehudin Menuhin in ihrer Broschüre. Wie wahr! Selbst für die Kinder aus der Unterstufe, die nicht in die Proben und Workshops involviert waren, stellte sich die „Woche der Begegnung“ an unserer Schule als großes Geschenk heraus. Neben dem großen Konzert am Freitagabend, zu dem ungefähr 600 Teilnehmer kamen, waren auch am Tag der offenen Tür interessierte Freunde unserer Schulgemeinschaft eingeladen, sich von der Lebensfreude der namibischen Gäste mitreißen zu lassen. „Es war soooo schön, mein Herz hat gebebt!“, schreibt eine Schülerin im Nachhinein über die Begegnung. Manche schmieden schon Pläne für einen Gegenbesuch der Waldorfschule Windhoek, andere lassen sich auch die weiteren Konzerte von Hit The Beat in der Umgebung nicht entgehen. Da ist ein Funke übergesprungen, der eine stetige Flamme entzündet hat.

So entsteht ganz viel Hilfreiches durch das Brücken bauen

Auf beiden Seiten übrigens. „Eine so lebendige Schulgemeinschaft habe ich selten erlebt!“, bestätigt Tapuwanashe Munyayi, Trommellehrer der Waldorf School Windhoek. Spätestens beim tränenreichen Abschied auf dem Parkplatz wurde deutlich, dass den zarten Pflänzchen der Begegnung Wurzeln gewachsen sind. Planen lässt sich eine solche Wirkung nur bedingt, aber da ist sie nun als Geschenk für unsere Schulgemeinschaft entstanden. Ist das nicht die Gelegenheit, uns allen noch einmal die Frage zu stellen, die Claudia Brosig bei ihrer Eröffnung des Hit The Beat-Abends mit Blick auf die Zukunft der Waldorfschulen gestellt hat? „Wenn wir die Schwelle in ein neues Jahrhundert der Waldorfpädagogik nun heute hier gemeinsam übertreten, geht das natürlich nicht ohne die Frage, was es in Zukunft an Fähigkeiten bei den jungen Menschen braucht. Die sogenannten Kompetenzen, die uns einfallen, sind Durchhaltekraft, Vertrauen und Mut, das für die Zeit als richtig erkannte auch zu tun. So entsteht ganz viel Hilfreiches durch das Brücken bauen. Von Mensch zu Mensch, durch die Begegnung auf Augenhöhe. Lust und Freude aneinander haben, statt Angst voreinander. In der Begegnung Empathie entwickeln, Achtsamkeit und bewegliches Denken. All das lässt sich dadurch bilden, das eine Begegnungskultur gepflegt wird, in der tatsächlich dem Menschen begegnet wird. Weil uns dabei gerade die Unterschiedlichkeit des anderen neugierig macht und wir unser jeweiliges Weltbild bereichern lassen.“.

Was wir nun daraus machen, liegt jetzt in unseren Händen.

So liegt in jeder Begegnung der Keim für etwas Neues, wie auch schon in der Begegnung zwischen Rudolf Steiner und dem Fabrikbesitzer Emil Molt vor über 100 Jahren, die bis heute wirkt. Was wir als Darmstädter Waldorfschule nun daraus machen, wenn die neuen namibischen Freunde abgereist sind und trotzdem in unseren Herzen zurückbleiben, liegt jetzt in unseren Händen.


(Die Bilder der Veranstaltung sind urheberrechtich geschützt – bitte keine Links zu Facebook, Twitter etc.)

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